Ein magischer Moment

Die Bilder, die ich hier erstmals veröffentliche, wurden von mir weder nachbearbeitet noch irgendwie manipuliert. Ich sollte das vielleicht erwähnen, denn was ich Ihnen gleich erzählen werde, wird vom Verstand zunächst mal angezweifelt werden. Das war jedenfalls meine erste Reaktion bei der Sichtung. Und natürlich habe ich alle Möglichkeiten in Betracht gezogen, die passieren können, wenn man ‚komische‘ Bilder auf der Speicherkarte findet. Doppelbelichtung? Licht-Reflexionen? Technischer Fehler? Staub auf dem Bildsensor? Fettiger Fingerabdruck auf der Linse? Es gibt viele Möglichkeiten, die die Aufnahme beeinflussen und manchmal ganz und gar unbemerkt passieren. Ich erinnere mich an eine Bootstour auf der Themse. Ich hatte mich auf dem Achterdeck positioniert. Das Speedboat gab Gas, ich hatte guten Halt und fotografierte munter drauf los. Leider war ein Tropfen Themsewasser hochgespritzt und landete genau auf meiner Objektivlisen. Ich hatte es nicht gemerkt und wunderte mich später über den merkwürdigen Fleck auf allen Bildern. Dann fiel endlich der Groschen.

 

 

Es ist lange her als ich diese Fotos aufnahm. Trotzdem kann mich genau erinnern, sogar an das Datum. Es war der 20. November 2004. Zwei Tage vorher war meine Mutter gestorben. Natürlich war ich traurig und konnte mich gar nicht so richtig mit dem herrlichen Sonnenschein anfreunden, der sich nach einer langen Regenperiode eingestellt hatte. Es war über Nacht kalt geworden, sogar erster Schnee war gefallen. Ich wollte es fotografieren und ging deshalb in den Garten. Ich hatte eine recht gute digitale Kamera, nämlich die Dimage 7. Damals das Flagschiff von Minolta zum stolzen Preis von 1.300 Euro zu haben. Ich hatte mir die Kamera allerdings bei einer Nachbarin erarbeitet. Statt Geld bekam ich das Wunderding, dass sie im Nachlass ihres Mannes gefunden hatte und womit sie nix anfangen konnte. Diese Kamera hatte zwar aus heutiger Sicht lächerlich wenig Auflösung und Speicherplatz, aber die Funktionsweise war nicht anders als in modernen Bridge Kameras.

Ich machte meine Bilder, eine Serie von 7 Fotos, und ging wieder ins Haus. Es war kalt draussen und selbst mein Kater Pelle konnte sich nicht mit dem Neuschnee anfreunden. Etwas später, noch am selben Tag, machte ich noch ein paar Fotos von ihm und dann setzte ich mich an den PC, um die Bilder zu sichten. Auf dem Speicher-Chip waren auch noch Aufnahmen vom Vortag, insgesamt vielleicht zwanzig Bilder. Vielmehr konnte man gar nicht speichern. Alle waren einwandfrei, wenn auch nicht immer richtig belichtet oder scharf gestellt. Aber das sind die Fehler des Fotografen. Nur was um alles in der Welt war mit den Fotos passiert, die ich morgens im Garten aufgenommen hatte??? Sie sahen völlig verrückt aus. Da waren Dinge zu sehen, die real gar nicht vorhanden waren. Oder hatte ich sie nicht wahrgenommen? Das war kaum zu glauben.

Die Bilder zeigten extrem helle Lichtspuren. Es muß eine starke Energie gewesen sein und man erahnt auch eine hohe Bewegungsgeschwindigkeit.  

 

Dies ist das letzte Bild der Serie. Es wirkt auf mich wie ein finaler Paukenschlag. Im Hintergrund sieht man ein Haus, das auf der anderen Strassenseite steht, ca. 30 Meter entfernt. Ich bin auf meiner Terrasse. Ich stehe aufrecht, neben mit mein Kater. Ein extrem heller Strahl voller Energie ist zu sehen. Hinter mir und gleich rechts daneben, -wo ich den Ursprung des Strahls vermute-, sind ca. 6 Meter hohe Hauswände. Dort ist keine Lampe installiert und es gibt keine reflektierenden Flächen. Was sollte es auch sein, das hier reflektiert wird? Was auch immer es war, es zieht mich noch heute in seinen Bann, sobald ich die Bilder betrachte. War ich unbewußter Zeuge eines magischen Augenblicks, den ich glücklicherweise fotografiert habe?

 

Merkwürdigerweise scheint sich die Energie in meiner direkten Nähe ausgetobt zu haben. Die Lichter sind keinen Meter entfernt. Aber als ich die sieben Bilder machte, innerhalb von drei Minuten (Zeit von 08:08:58 – 08:11:08 Uhr), war es völlig ruhig um mich herum. Ich sah weder Lichter blitzen noch spürte ich Wärme oder Bewegung. Es waren keine Lampen an, die Sonne strahlt am Himmel, aber sie wurde von der Hauswand verdeckt. Ich konnte also nicht direkt in die Sonne fotografieren, auch nicht versehentlich. Ich habe es mehrfach an den nächsten Tagen geprüft. Mein Kater stand die ganze Zeit neben mir und auch war völlig ruhig. Ich bin mir sicher, er hätte ganz anders reagiert, wenn da irgendetwas gewesen wäre. Also mußte es an der Kamera liegen. Ich untersuchte alle Möglichkeiten und fand nichts. Es gab keinen Hinweis auf irgendeine Störung. Die Fotos davor und danach waren stets einwandfrei. Solche Lichtspuren haben sich nie wieder auf irgendeiner Aufnahme gezeigt.

Und dann habe ich mir die Bilder in starker Vergrößerung angesehen und staunte nicht schlecht. Da sind Muster auf den Energiespuren zu sehen. Alle paar Zentimert ein dunkler Strich. Es sieht fast wie ein EAN Code aus. Und völlig verrückt ist, dass diese Muster nicht deckungsgleich sind. Auf den Bildern sind sie individuell, was beweist, dass es keine Spiegelung oder eine äußere Ursache sein kann. Dann wäre der Effekt immer identisch. Und schauen Sie sich das erste Bild an. Es ist eine klare Doppelbelichtung. Der Garten wird mehrfach gezeigt. Das ist aber mit einer digitalen Kamera gar nicht möglich. Jedenfalls war es damals nicht zu machen. Heute gibt es den Effekt, beispielsweise bei einigen Canon Powershot Modellen.

 

Diese beiden Ausschnitte habe ich nachbearbeitet, den Kontrast und die Schärfe erhöht, damit man mehr Details sehen kann. Im linken Bild erkennt man die regelmäßige dunkle Linie, die quer im flachen Streifen eingewebt ist. Die Assoziation zu einer Nabelschnur kommt mir beim Betrachten öfters in den Sinn. – Das rechte Bild zeigt im Hintergrund ein Rankgitter. Es ist eines der Blumenkübel, die auf meiner Terrasse stehen. – Die Dimage Kamera konnte bei weitem nicht so gut auflösen wie heutige Kameras.

 

Ich war an dem Tag der Aufnahmen natürlich gedanklich ganz bei meiner verstorbenen Mutter. Ich ’sprach‘ mit ihr, denn ich war überzeugt, dass ihre Seele noch in meiner Nähe war. Das ist meine Philosophie vom Tod; da trennt sich die Seele vom Körper, denn sie ist unsterblich. Ich hatte nie das Gefühl, wenn ich auf einem Friedhof war, dass dort die Toten zu finden sind. Aber ich habe durchaus manchmal das Gefühl Kontakt zu einer Seele aufnehmen zu können. Das muß kein Mensch sein, das geht auch mit Tieren oder Bäumen. Es ist ein schwer beschreibbares, sehr flüchtiges Gefühl, dass sich manchmal einstellt. Ich kann es nie erzwingen, versuche aber dafür stets offen zu sein. So ist für mich also die Frage geklärt, was ich auf dem Fotos sehe. Aber ich kann verstehen, wenn andere mir nicht zustimmen können. Allerdings bleibt die Frage, was die Bilder zeigen. Es ist irgendwie etwas sehr Ungewöhnliches und, wie ich finde, es ist sehr attraktiv. Sehr vital. Ja, es sind schöne Bilder und deshalb habe ich es endlich gewagt sie hier anderen zu zeigen.