Ein paar Fakten

Der Begriff ‚Schwarzes Loch‘ ist vermutlich jedem geläufig, obwohl sich keiner darunter etwas Konkretes vorstellen kann. Irgendwie ist es schwarz, weit weg im All und ziemlich gefährlich, aber nur wenn man sich ihm nähert. Was kaum passieren wird, oder? Die Erde weiß hoffentlich, wohin sie steuert, obwohl ich eher vermute, dass wir auf Autopilot fliegen. Witzigerweise fand man den Begriff des schwarzen Lochs sehr unpassend für ein wissenschaftliches Phänomen. Man assozierte unanständige Dinge damit und stellte sich Körperregionen vor, die man lieber nicht laut aussprach. Ausgerechnet die Franzosen taten sich mit der Wortwahl schwer. Irgendwann änderte sich, wahrscheinlich in dem Moment, als mehr und mehr Frauen die Quantenphysik betraten. Wie auch immer, heute ist das schwarze Loch weltweit als solches benannt.

Mir fällt es ehrlich gesagt nicht schwer, mir ein ‚Black Hole in Work‘ vorzustellen. Natürlich habe ich es auch noch nicht mit eigenen Augen gesehen, oder kann mich nicht mehr daran erinnern, aber eigentlich ist die Sache doch durchaus logisch. Es gelten dort zwar andere physikalische Gesetze als die, die unsere Welt bestimmen, aber das ist doch eigentlich ganz sinnvoll. Unser Alltag wurde vom Engländer Issac Newton definiert, die Gesetze von Raum und Zeit wurden vom Deutschen Albert Einstein formuliert und die fantastische Welt der Schwarzen Löcher wurde u.a. vom Engländer Stephen Hawkins beschrieben. Ich kann keinen Widerspruch zwischen der handfesten Physik von Newton und der theoretischen von Einstein und Hawkins erkennen. Sie ergänzen sich, denn sie sind auf ganz unterschiedlichen Spielfeldern gültig. 

Ich stelle die Behauptung auf, dass sich mein Leben als Autistin eher mit der Welt der Schwarzen Löcher vergleichen lässt, als mit den Bedingungen auf unserer Erde. Ob es stimmt? Ich habe keine Ahnung und möchte es herausfinden. Deshalb schreibe ich diesen Blog. Ein paar Fakten habe ich schon gesammelt, sie werden mir später hoffentlich für ein paar schlaue Ideen nützlich sein.

 

Ein paar Erkenntnisse:

  • Schwarze Löcher sind nicht sichtbar, denn ihre Gravitation ist so stark, dass selbst das Licht nicht mehr entweichen kann. Und es ist bekanntlich das Licht, das unsere Augen wahrnehmen. – Fotografieren heißt Licht einzufangen! Ich fürchte ein Black Hole lässt sich nicht fotografieren. Da hilft weder ein hoher ISO Wert noch ein lichtstarkes Objektiv. 
  • Nichts kann sich schneller bewegen als das Licht.
  • Im Zentrum der Milchstraße befindet sich ein Schwarzes Loch. Dessen Masse ist ca. 4 Millionen mal so groß wie die unserer Sonne.
  • Wahrscheinlich haben alle Galaxien ein Black Hole im Zentrum. Sie kreisen also um dieses Loch.
  • Man hat definiert, dass aus einem Schwarzen Loch nichts entkommen kann. Tatsächlich aber geht im Inneren eines solchen Lochs stetig Information verloren, sobald Materie hineingesogen wird. Diese Information muss als Energie freigesetzt werden, das hat Hawkins erkannt, und damit der Grundannahme widersprochen. Theoretisch hat er es bewiesen, die praktische Messung muss erst noch gelingen. Wichtig für mich: Es geht keine Information verloren! Sie gehört zum Kreislauf der Energie, ist wahrscheinlich eine Form von Energie.
  • In der Schweiz versucht man ein künstliches Mini-Loch zu erzeugen. Manchen haben Angst davor, weil es sich nicht festhalten lässt. Es wird vermutlich durch den Boden fallen, in die Erde eindringen und bis zum Mittelpunkt durchsacken. Könnte man es irgendwie halten und transportieren, dann könnte man es auf einer Umlaufbahn stationär fixieren. Wollen wir das?
  • Die Gravitationskraft ist deutlich schwächer als etwa der Magnetismus und alle anderen natürlichen Kräfte. Es wäre deshalb denkbar, dass sie auch in parallelen Universen wirken kann. Deshalb gibt es die Vorstellung, dass Schwarze Löcher ein Tor zu anderen Welten sein könnten. Also nicht aufgeben, falls man in einem festhängt. Es könnte einen Ausweg geben. – Hawkins nimmt an, dass sich das Licht nur in unseren drei (bzw. vier (Zeit)) Dimensionen ausbreitet. In den restlichen Dimensionen, man vermutet zehn oder elf insgesamt, wäre es stockdunkel und die Gravitationskraft würde deutlich stärker wirken. Das klingt wenig komfortabel, jedenfalls für uns.

 

Phase vor der Wandlung vom Stern zu einem Schwarzen Loch:

  • Der enormen Gravitationskraft wirkt der thermische Innendruck entgegen. Dabei wird Wasserstoff verbrannt und entsteht Helium. Ist der Brennstoff aufgebraucht, dann fällt der Innendruck zusammen und der Stern kollabiert.
  • Die Gravitationskraft ist von der Größe (Masse) des Sterns abhängig. Kleine Sterne stabilisieren sich nach dem ihr Brennstoff verbraucht ist und werden zu ‚Weißen Zwergen‘. Nur große Sterne, mit einer Masse >1,4-fach der Sonne, wandeln sich zu Schwarzen Löchern. Sie fallen auf einen einzigen Punkt zusammen. Den Zustand nennt man dann SINGULARITÄT.
  • Im Zustand der Singularität, also als Schwarzes Loch, verschwindet die Zeit Dimension, weil die Raumkrümmung unendlich groß geworden ist.